Musikalische Meditationen im Advent 2025

»Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt
und schwere Lasten zu tragen habt.
Ich werde euch Ruhe verschaffen.«
(Mt 11, 28)


Jeweils Mittwoch | 18.00 Uhr | Piaristenkirche St. Thekla

1040 Wien, Wiedner Hauptstraße 82
Eintritt frei!

Künstlerische Leitung: Silva Manfrè


3.12.2025
Silva Manfrè
Orgel
Pater Pius Platz Meditation

Felix Mendelssohn Bartholdy Andante
Dieterich Buxtehude Nun komm, der Heiden Heiland, Choralvorspiel BuxWV 211
Bernardo Pasquini Pastorale

10.12.2025
Duo Laetus:
Romana Pulvermacher, Gitarre
Rosemarie Pulvermacher, Hackbrett
Pater Pius Platz
Meditation

Programm wird nachgenannt.

17.12.2025
Martina Steffl
Mezzosopran
Silva Manfrè
Orgel
Pater Pius Platz
Meditation

Johann Sebastian Bach Bereite dich Zion. Arie aus dem Weihnachtsoratorium BWV 248
Carl Philipp Emanuel Bach Suscepit Israel (Aus dem »Magnificat«)
Johann Sebastian Bach Schäme dich, o Seele, nicht. Arie aus der Kantate BWV 147


Die »Musikalischen Meditationen« möchten in Zeiten immer größer werdender Anforderungen in Beruf und Alltag einen Ruhepol anbieten. In Vorbereitung auf das bevorstehende Fest eröffnen Meditation und Musik einen Ort der Reflexion und Kontemplation. Im gemeinsamen Erlebnis wird ein gedanklicher und künstlerischer Freiraum geschaffen, der es ermöglicht, in dieser Zeit der Besinnung für sich selbst und in der Gemeinschaft ein eigenes Bewusstsein und künstlerisches Erleben zu finden.

Die »Musikalischen Meditationen« wurden 1998 von der Organistin Silva Manfrè und Pfarrer Pater Pius Platz ins Leben gerufen aus der Idee, Wort und Musik in Hinblick auf die liturgischen Inhalte im Advent und zur Fastenzeit thematisch zu verbinden. Die Interpreten der »Musikalischen Meditationen« sind junge österreichische und internationale Künstler. Das musikalische Angebot reicht von ausgewählten Werken des traditionellen Kirchenmusik-Repertoires bis zu Beiträgen aus der Weltmusik, der Improvisation und der Volksmusik.

Anfahrt

Foto © Albert Seitlinger

CD-Release 2023

Medienberichte | Rezensionen

Franz X. A. Murschhauser: Prototypon Longo-Breve Organicum
Brilliant Classics, 2023

5. Oktober 2023
Johan van Veen | MusicWeb International
»Murschhauser’s music is really good, and Silva Manfrè is a fine organist, who knows how to bring these short pieces to life. Her lively playing, convincing tempi and precise articulation make this a disc that every lover of organ music of the baroque era should add to his collection.« (Johan van Veen)

22. September 2023
Johannes B. Ring | organ – Journal für die Orgel 2023/03
5 von 5 Pfeifen
»Neben Silva Manfrès überzeugender Interpretation der 46 abwechslungsreichen, teilweise sehr kurzen Sätze, die zum einen dem teilweise hohen virtuosen Anspruch der Toccaten, zum anderen der polyphonen Klarheit der Fugen gerecht wird, vermag besonders das Instrument aus Oberösterreich das Gemüt zu ergötzen. […] So kommen F. X. A. Murschhausers beachtenswerte Paradestücke nach zwanzig Jahren (Aeolus, Léon Berben) durch Silva Manfrè und Brilliant Classics zu einer geglückten Neuauflage.« (Johannes B. Ring)

17. August 2023
Andrea Bedetti | MusicVoice
CD des Monats August (5 von 5 Sterne)
»Silva Manfrè ist es gelungen, dem Werk eine Vision zu verleihen, die sich in ihrer Interpretation von Stück zu Stück verklärt, die den Gesamtbogen nachzeichnet, Verwandtschaften und Unterschiede aufgreift und ihm einen erhabenen Klang verleiht.« (Andrea Bedetti)

19. Juli 2023
Wilhelm Sinkovicz | Sinkothek
„Silva Manfrè nutzt die Chancen, die ihr die Freundt/Richter Orgel der ehemaligen Stiftskirche Baumgartenberg bietet. Die Klangfülle und Farbenvielfalt haben die Tontechniker eingefangen und zu einem herrlich sonoren Hörerlebnis gemischt.“
(Wilhelm Sinkovicz)

18. Juli 2023
Miriam Damev | Neue Platten, FALTER 29/2023
„Der Klang ist selbst auf der heimischen Stereoanlage eine Wucht. Noch besser aber wirkt diese Musik live: Am 1. August spielt Manfrè in der Stiftskirche Baumgartenberg im Rahmen der Donaufestwochen im Strudengau.“ (Miriam Damev)

11. Juli 2023
Elisabeth Leitner | Kirchenzeitung.at
„Der Klang der Orgel in der ehemaligen Stiftskirche Baumgartenberg ist umwerfend. […]
Die 1662 vom Passauer Orgelbauer Johann Freundt erbaute und 1780 durch den Freistädter Orgelbauer Franz Lorenz Richter umgearbeitete Orgel ist ein Meisterwerk der süddeutschen barocken Orgelkunst. Und die vorliegende CD lässt dies meisterlich „erhören“.“ (Elisabeth Leitner)

5. Juli 2023
Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik | Longlist 03/2023
Der Preis der deutschen Schallplattenkritik stellt die aktuelle Longlist 3/2023 vor. Die zurzeit 156 Kritiker-Juroren haben in 32 Kategorien insgesamt 258 Neuerscheinungen des letzten Quartals nominiert, die für die nächste Bestenliste in Frage kommen. Die Bestenliste 3/2023 wird am 15. August veröffentlicht.

4. Juli 2023
ORF | Ö1 – Des/Cis
Prototypen liturgischer Orgelmusik
mit Marie-Theres Himmler. Die Organistin Silva Manfrè spielt Franz Xaver Anton Murschhauser.
Das neue Album von Silva Manfrè steht bereits auf der aktuellen Longlist vom Preis der deutschen Schallplattenkritik. Am 1. August findet die CD-Präsentation im Rahmen der donauFESTWOCHEN im Strudengau statt – genau in jener Kirche, in der Manfrè die Musik von Murschhauser aufgenommen hat: der Stiftskirche Baumgartenberg.

 

 

CD-Release 2022

Medienberichte | Rezensionen

Ottavio Bariolla | Ricercate per suonar d’organo
Brilliant Classics, 2022

4. Oktober 2022
RAI | Radio 3 – Primo movimento
Disco BRILLIANT CLASSICS 96376 Ottavio Bariolla (prima del 1573-dopo il 1619)/ RICERCATE PER SONAR D’ORGANO (Milano, 1585)/ Silvia Manfrè, organo (Antegnati, 1565, Mantova)

22. Juli 2022
ORF | Ö1 – Des/Cis
Innovationen anno 1585
mit Marie-Theres Himmler. Silva Manfrè legt die Weltersteinspielung von Ottavio Bariollas „Ricercate per suonar d’Organo“ vor.
»Mit großem Entdeckergeist und viel Expertise greift Manfrè die Originalität dieser Ricercata auf .« (Marie-Theres Himmler)
Nachzuhören unter »7 Tage Ö1«

25. Mai 2022
Andrea Bedetti, MusicVoice.it
Silva Manfrè e la musica organistica milanese del Cinquecento. »La musicista e didatta veronese, che ha recentemente dedicato una registrazione discografica ai Ricercari di Ottavio Bariolla, ci parla in questa intervista della sua passione per la musica d’organo del XVI secolo e del suo prossimo disco con opere del compositore monacense Franz Xaver Anton Murschhauser.

21. Mai 2022
ORF | Ö1 | Diagonal | Special zum Thema »Orgel – die irre Musikmaschine«

Diagonal über eine Musikmaschine, deren konstruktive Wurzeln in der Antike liegen. Mit Beiträgen von Nicole Dietrich, Katharina Hirschmann, Erich Klein, Thomas Mießgang, Marie-Therese Rudolph und Roman Tschiedl.
U. a. mit Ausschnitten aus der CD »Ottavio Bariolla – Ricercate for Organ«

16. Mai 2022
Andrea Bedetti, MusicVoice.it
L’arte del Ricercare in Ottavio Bariolla

»La raccolta di Bariolla è un concentrato di bellezza musicale, in cui la dimensione estetica si stempera in una ricchezza timbrica che ha pochi eguali nella seconda metà del Cinquecento; necessita di quella che può essere definita una “razionale passione”, ossia la capacità di rendere idealmente le sue superbe geometrie armoniche con un impeto pienamente controllato, immanente. Cosa che Silva Manfrè riesce a fare benissimo, esprimendo sia una dolcezza tenue, altamente sfumata (come accade nei Ricercari secondo, sesto, ottavo), il cui controllo espressivo è a dir poco affascinante, sia un volume esaltante in quei Ricercari la cui potenza sonora aveva il chiaro compito di coinvolgere emotivamente l’assemblea dei fedeli (Ricercari primo, decimo, duodecimo). Ma il meglio, a mio avviso, Ottavio Bariolla e Silva Manfrè lo riservano in quei brani in cui l’equilibrio del tessuto melodico viene alimentato da un alto senso ritmico, capace di sviluppare adeguatamente i raffinati temi inseriti (Ricercari terzo, quarto, quinto, settimo) e la scelta di eseguire questi brani proprio sull’organo Antegnati, oltre che storicamente corretta, è anche azzeccata da un punto di vista del risultato sonoro.

Una registrazione, questa, che farà felici tutti coloro che amano la musica organistica e, in special modo, quella del tardo Rinascimento.«

13. April 2022
Alain Letrun, Clic Musique
Ottavio Bariolla : Ricercate per sonar d’organo. Silva Manfrè

»… on peut se laisser subjuguer par la perception d’une multitude de petits mouvements au sein d’une vaste masse demeurant immobile. Telle ceux des vagues à la surface d’un océan. Silva Manfrè … aborde avec probité ce répertoire dont elle sait restituer la dense texture.«

4. April 2022
CD des Tages (radio klassik Stephansdom, Wien)

 

 

Biografie

Die italienische Organistin Silva Manfrè absolvierte ihre musikalische Ausbildung am Staatlichen Konservatorium von Verona und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (Orgelklasse von Michael Radulescu). Wesentliche Impulse erhielt die Künstlerin von Gaston Litaize, Guy Bovet, Bernard Brauchli, Esteban Elizondo, Harald
Vogel, Lorenzo Ghielmi und Paolo Crivellaro. Dabei vertiefte sie insbesondere ihre Kenntnisse der historischen Aufführungs-praxis, die heute noch einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Interessen darstellen. Silva Manfrè studierte Musikwissenschaft an der Scuola di Paleografia e Filologia musicale in Cremona (Dissertation über Orgelmusik im 20. Jahrhundert) und war Erasmus-Stipendiatin an der Universität Wien.

Ihre internationale Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin führte sie nach Italien, Österreich, Ungarn, Tschechien, Schweiz, Spanien, Andorra und Slowenien mit Auftritten u. a. bei: Festival Antegnati in Bellinzona, Festival Mozart Rovereto, Orgelkonzerte von Jeunesse und ORF/Ö1 in Wien, Asiago Festival Internazionale, Festival Musica Antica in Magnano, „Concerti a S. Maria Nuova” in Fano, Festival „Monteverdi ai Frari“ in Venedig, „Gaude Barbara beata“ in Mantua, Festival Serassi, „Concerti di S. Torpete“ in Ligurien, „Music for a while. Alte Musik in Bludenz“, Innsbrucker Orgelkonzerte, „Rassegna organistica Valmaggese“ in der Schweiz und Donaufestwochen Grein (Oberösterreich). Rundfunkaufnahmen für den ORF/Ö1, radio klassik Stephansdom und die European Broadcasting Union.  Beim Label Brilliant Classics erschienen die Ersteinspielung der Ricercate per sonar d’Organo (1585) von Ottavio Bariolla (2022) und Franz Xaver Anton Murschhausers Prototypon Longo-Breve Organicum (2023, Nominierung für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Longlist 03/2023).

Silva Manfrè richtet ihr künstlerisches Interesse vor allem auf die Erforschung und Aufführung selten gespielter und neuer Werke des Orgelrepertoires: u. a. Ur- und Erstaufführungen von Wolfgang Sauseng, Karl Schnürl, Victor Estapé, Paul Koutnik und Pier Damiano Peretti. Sie war Titularorganistin an der Cappella musicale im Dom zu Padua (I) und ist derzeit Hauptorganistin an der Piaristenkirche St. Thekla in Wien. Seit 2018 ist Silva Manfrè Dozentin (Orgel, Kammermusik und Basso continuo) bei den Meisterkursen des Festivals Musica Antica Magnano (Piemont, I).

Silva Manfrè beschäftigt sich intensiv mit Sprachen und Literatur. Sie ist Inhaberin des Österreichischen Sprachdiploms (ÖSD/C1) und unterrichtet Italienisch als Fremdsprache bei der Società Dante Alighieri in Wien, die sie fünf Jahre lang auch als Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin repräsentierte. Als Übersetzerin war Silva Manfrè u. a. für die Wiener Staatsoper, die Osterfestspiele Salzburg, die Bregenzer Festspiele, die Festwochen der Alten Musik in Innsbruck, das Festival Wien modern und den Label Stradivarius tätig.

07/2023

Download: Biographie, dt

Foto: Silva Manfrè (© Julia Wesely)